Physiotherapie: Großer Markt, kleiner Verdienst?

Physiotherapeuten sind Fachkräft

Seit Urzeiten weiß sich die Menschheit mit „Physiotherapie“ zu kräftigen und zu heilen. In China nutzte man medizinische Bäder schon vor 4000 Jahren, in der Antike bereiteten Trainer die Olympioniken durch Leibesübungen und Diäten auf die Wettkämpfe vor. Heute sind Physiotherapeuten die Fachkräfte für Prävention und Gesundheitsförderung. Doch warum profitieren Sie selbst so wenig davon?

Modernes Leben: Bequemlichkeit mit Vor- und Nachteilen

Obwohl sich das Wissen um eine gesunde Lebensweise ständig vermehrt, werden die meisten Menschen immer inaktiver. Vieles lässt sich heute am PC erledigen – angefangen bei der Arbeit bis hin zu Shopping und der Pflege von Sozialkontakten. Während der Stresspegel in der modernen Welt eher steigt, macht die fehlende Bewegung immer träger. Bewusst wird einem dieses Missverhältnis häufig erst, wenn sich Beschwerden (klassischerweise Rückenschmerzen) einstellen. Natürlich wünscht sich jeder einen gesunden und starken Körper, doch fehlt oft das Wissen, wie dieses Ziel konkret erreicht werden kann.

Von der Krankengymnastik zur Prävention und Gesundheitsförderung

Wer regelmäßige Bewegung nicht gewohnt ist, hat oft eine hohe Hemmschwelle, etwas daran zu ändern. Ein Physiotherapeut kann helfen, nützliche und umsetzbare Maßnahmen in den Alltag zu integrieren. Damit es überhaupt so weit kommen kann, muss er sich jedoch erst als kompetenter Ansprechpartner ins Spiel bringen. Im öffentlichen Bewusstsein ist der Physiotherapeut immer noch Krankengymnast, der wie die Feuerwehr erst hilft, wenn es „brennt“. Dabei hat er so viel zu bieten!

Physiotherapie ist mehr als nur „Massage und Krankengymnastik“. Sie will die Lebensqualität steigern, z.B. durch:

  • Primär- und Sekundärprävention: Vorbeugung von Krankheiten und deren Wiederkehr
  • Therapie: Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen
  • Rehabilitation: Wiederherstellung der Motorik, Ausgleich von Funktionseinbußen
  • Medical Wellness: Förderung einer gesunden Lebensweise mit Wellness-Aspekt

Die eigene Angebotspalette sinnvoll gestalten

Kein Therapeut kann „alles“ und sollte daher auch nicht alles anbieten. Das Angebot muss sowohl zur Praxis, als auch zu den Patienten passen. Da von Verordnungen heute niemand mehr leben kann, lohnt es sich immer, den sogenannten „Selbstzahlerbereich“ auszubauen. Für ein persönliches Coaching mit festem Stundensatz sind z.B. viele Menschen bereit zu zahlen. Auch Angebote wie „Kleingruppen-Training nach Feierabend“, „Rückenschule für Büroarbeiter“ oder „Sicheres Gehen für Senioren“ können neue Kundenkreise erschließen und die Kapazitäten der Praxis besser auslasten.

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